Ist die Büchse der Pandora geöffnet?

Die Kreiszeitung.de informiert über die Zwischenbilanz der niedersächsischen Grünen etwa zwei Monate nach Verbot von Werkverträgen in der Schlachtindustrie. Während der Geschäftsführer der NGG im Raum Oldenburg/Ostfriesland, Matthias Brümmer, über die angespannte Wohnsituation von Ex-Werkvertragsarbeitern berichtete, schätzte die Oldenburger Beratungsstelle ein, dass die Entlohnung der überwiegend aus Bulgarien und Rumänien stammenden Arbeiter in der Fleischindustrie sich kaum geändert hat. 

Aber was wir von Anfang an befürchtet haben, hat der Grünen-Landesvorsitzende Hans-Joachim Janßen ausgeführt. Für ihn steht fest, dass die Abschaffung der Werkverträge in der Schlachtindustrie nur ein erster Schritt sein kann. „Weitgehend unter dem Radar der Öffentlichkeit sind Werkverträge längst in vielen anderen Branchen verbreitet. Überall wo Arbeitsaufträge nicht weitestgehend selbstständig ausgeführt werden, gehören Werkverträge abgeschafft“, so Janßen. 

Mit dem Verbot des Fremdpersonaleinsatzes in der Fleischindustrie könnte die Büchse der Pandora geöffnet werden. Was zur Folge hat, dass Werkverträge und Leiharbeit auch in den anderen Branchen abgeschafft werden können.